

Die Reduktion der Treibhausgasemissionen auf Netto-Null ist ein anspruchsvolles und weitreichendes Ziel. Es umfasst die folgenden Teilziele:
Für die Erreichung von Netto-Null bis 2040 haben wir klare Handlungsfelder und Ziele definiert sowie konkrete Massnahmen festgelegt. Diese sind in einer Netto-Null-Roadmap und einem darauf abgestimmten Massnahmenplan festgehalten und werden regelmässig überprüft.
Die Entwicklung unserer Treibhausgasemissionen überwachen wir mit einer Treibhausgasbilanz. Sie umfasst:
Unsere Netto-Null-Strategie ist auf die Klimastrategie der Stadt Zürich abgestimmt und folgt einem klar definierten Absenkpfad. Sie umfasst alle wesentlichen Emissionsquellen innerhalb der operativen Kontrolle, einschliesslich Mehrheitsbeteiligungen und deckt den Zeitraum bis 2040 ab. Die zugrunde liegenden Annahmen basieren auf der Energieplanung der Stadt Zürich sowie auf den internen Ausbau- und Transformationsprogrammen von ewz. Die Emissionsentwicklung wird modelliert und in der Netto-Null Roadmap dokumentiert.
In den kommenden Jahren sind temporäre Emissionsanstiege zu erwarten, insbesondere infolge des Ausbaus der thermischen Netze. Dieser erfordert zusätzliche Infrastrukturbauten, Anlagen, Materialien sowie Bau- und Erweiterungstätigkeiten. Der Ausbau der thermischen Netze ist bis 2040 vorgesehen; der Zusammenschluss bestehender Wärmeverbunde erfolgt zwischen 2027 und 2032. Die Dekarbonisierung der Wärmelieferung an die Stadtverwaltung wird bis 2035 abgeschlossen; jene der übrigen Anlagen erfolgt schrittweise bis 2040.
Nicht vollständig vermeidbare Emissionen bleiben vor allem durch Leckagen von Kältemitteln sowie durch den Einsatz von SF6 bestehen. Für diese Emissionsquellen wurden gezielte Reduktionsmassnahmen eingeleitet. Verbleibende Restemissionen sollen durch den Einsatz von Negativemissionstechnologien (Carbon Dioxide Removal, CDR) ausgeglichen werden. Dabei wird der Atmosphäre CO₂ entzogen und langfristig in Gesteinen oder in Biomasse gebunden.
Die Roadmap einschliesslich Absenkpfad wird regelmässig überprüft und bei veränderten regulatorischen, technologischen oder strategischen Rahmenbedingungen weiterentwickelt.
Voraussetzung für eine Reduktion der direkten Treibhausgasemissionen ist ein Ausbau der Strom- und der Wärmeversorgung. Als Energiedienstleister gehen wir davon aus, dass die Elektrifizierung der Mobilität und der Wärmeversorgung trotz geringerem Energieverbrauch zu einer moderaten Zunahme des Strombedarfs führen wird. Dieser Entwicklung begegnen wir mit den folgenden Massnahmen:
Indirekte Treibhausgasemissionen reduzieren wir, indem wir CO₂-arme Materialien und Dienstleistungen bevorzugen und gleichzeitig unsere Lieferkette aktiv miteinbeziehen. Durch Initiativen, wie die nachhaltige und klimapriorisierte Beschaffung, setzen wir gezielt Anreize für emissionsarme Lösungen und fördern den Dialog mit unseren Lieferanten. Im direkten Austausch mit den Lieferanten, unterstützen wir sie dabei, ihre eigenen Emissionen zu verringern und Innovationen voranzutreiben. Zudem arbeiten wir eng mit Projektentwickler*innen und Technologieanbietern zusammen, um den Bedarf an Negativemissionen so gering wie möglich zu halten und gemeinsam wirksame Klimaschutzmassnahmen umzusetzen.
CO₂-eq ist eine Masseinheit, die zur Vereinheitlichung der Treibhausgaswirkung verschiedener Klimagase verwendet wird. Ein Beispiel: Methan (CH₄) ist 25-mal klimaschädlicher als CO₂. Das Treibhausgaspotenzial von 1 g Methan entspricht deshalb 25 g CO₂eq.